Für mehr Sichtbarkeit im Netz: Die wichtigsten Social-Media-Kanäle

Kinderleicht mit anderen Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt treten, Gleichgesinnte finden, Impressionen aus dem Leben teilen und eventuell sogar auf spielerische Weise Werbung für das eigene Unternehmen schalten: Instagram, Facebook und Co. sind nicht nur ein spaßiger Zeitvertreib, sondern auch ein überaus mächtiges Marketing-Instrument.
Während von einigen Social-Media-Plattformen wohl ausschließlich jeder schon mindestens einmal gehört hat, sind andere eher speziell. Dabei hat jeder einzelne Kanal seine Eigenheiten und eine andere Zielgruppe, weshalb Sie jede Social-Media-Plattform aktiv für verschiedene Zwecke nutzen sollten. Ein und denselben Post auf allen Plattformen hochzuladen, führt nicht zum Ziel und könnte Sie unter Umständen sogar Follower kosten. Wir klären Sie über die relevanten Unterschiede der gängigsten Plattformen auf – und bewahren Sie davor, im unübersichtliche Social-Media-Labyrinth im Dunkeln zu tappen…
1. Facebook
Mit 2,2 Milliarden monatlichen Nutzern kann man Facebook guten Gewissens den Titel als das bekannteste soziale Netzwerk der Welt zugestehen. Die „Mutter aller sozialen Netzwerke“ bietet nach der Anmeldung die Möglichkeit, mit anderen Usern weltweit in Kontakt zu treten. Geteilt werden von Statusmeldungen über Urlaubsfotos und Veranstaltungen bis hin zu Werbeanzeigen und Unternehmensdaten alle Informationen, die ein Nutzer für „teilenswert“ hält. Mittlerweile ist der vor Jahren beliebte Tagebuch-Charakter vermehrt auf Instagram übergegangen, während Facebook sich eher zum Newsfeed und Messenger-Netzwerk entwickelt hat.
Studien zufolge ist Facebook dennoch für 62 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen die interessanteste Möglichkeit, um Werbeanzeigen zu schalten und in den direkten Austausch mit potenziellen Kunden zu treten. Über Pais Ads können die Firmen direkte Sales durch Facebook generieren. Ein großer Teil der Privatpersonen ist in den vergangenen Jahren eher auf andere Social-Media-Kanäle ausgewichen. Dennoch pflegt die Zielgruppe ab 30 Jahren weiterhin regelmäßig ihre Kontakte über Facebook. Streben Sie allerdings eine Karriere als Influencer an, dann empfehlen wir die „jüngeren“ Netzwerke.
Ihre Facebook-Beiträge sollten grundsätzlich an eine erwachsene Zielgruppe gerichtet sein, da diese mittlerweile die am häufigsten vertretene Altersgruppe in diesem Netzwerk darstellt. Da Facebook sich dennoch weiterhin an der größten Popularität erfreut, sollte mindestens die Pflege einer eigenen Business-Page für alle Start-ups und KMUs obligatorisch bleiben.
2. Instagram
Instagram ging 2010 an den Start und ist eine kostenlose Social-Media-App zum Teilen, Liken und Kommentieren von Fotos, Videos, Stories und Reels. Die wichtigsten Formate, die Instagram auf seiner Plattform zu bieten hat, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Instagram können Sie sich als ein digitales Fotoalbum vorstellen, das Sie mit Freunden und Verwandten oder aber mit der gesamten Welt teilen.
Der Name des stark bilddominierten Netzwerks setzt sich zusammen aus den zwei folgenden Begriffen: Insta (für Instant Camera) und Gram (für Telegram). Der ursprüngliche Gedanke bestand darin, spontan und mobil Momentaufnahmen mit der Handykamera festzuhalten und auf der Social-Media-Plattform zu teilen. Mittlerweile nutzen rund eine Milliarde Menschen die Plattform regelmäßig, wovon rund 71 Prozent jünger als 35 Jahre sind.
Das Konzept entwickelte sich mit den Jahren weiter und mittlerweile sind nicht mehr bloß Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens fleißig am Posten. Dadurch änderte sich natürlich auch der inhaltliche Stil der App. Nachdem Firmen das Potenzial der Plattform für Werbezwecke erkannt haben, setzten immer mehr User auf eine nahezu professionelle Bildqualität und makellose „Schnappschüsse“. In jeder Nische gibt es mittlerweile große Influencer, die mit einer hohen Reichweite und vielen Abonnenten aufwarten. Diese werden in diversen Firmenkooperationen mit hohen Summen für das Bewerben von Produkten entlohnt.
Instagram ist somit ein sehr diverses Format, in dem Sie die unterschiedlichsten Themen bewerben können – für beinahe jeden Content tummelt sich auf der Plattform die passende Zielgruppe. Insgesamt belegt Instagram nach Facebook den zweiten Rang, wenn die Engagement-Rate der User betrachtet wird. Eine Anmeldung auf der Plattform können wir Ihnen daher wärmstens ans Herz legen.
3. YouTube
YouTube gehört neben Facebook und Instagram zu den beständigsten Social-Media-Plattformen, deren Zielgruppe sich nicht auf eine spezielle Altersklasse beschränken lässt. Über eine Milliarde Nutzer tummeln sich regelmäßig auf der Abspielplattform für Videos, die sich mit den verschiedensten Themen und Interessen befassen.
Tagtäglich werden abertausende Videos hochgeladen – und von Fitnesskursen über Schminktipps bis hin zu Kochkursen und journalistischen Formaten gibt es auf YouTube nichts, was es nicht gibt. Die kostenfreie Nutzung von YouTube als Werbeplattform ist in zwei Varianten möglich: Einerseits können Sie als Influencer Produkte in Ihren Videos bewerben, für die Sie entweder eine materielle oder eine finanzielle Entschädigung erhalten. Andererseits ist die Nutzung als ergänzende Plattform zu anderen Social-Media-Kanälen profitabel, um ausführliche Erklärvideos für interessierte Kunden bereitzustellen.
4. LinkedIn
LinkedIn sticht aus unserem Social-Media-Vergleich hervor. Als internationales Pendant zu Xing stellt es ein seriöses Karriere-Netzwerk dar, auf dem die User berufliche Kontakte pflegen und businessrelevante Informationen austauschen. LinkedIn ist damit ein nützliches Werkzeug, um die eigene Karriere voranzutreiben. Gerade wenn Sie im B2B-Bereich tätig sind oder Ihr Angebot anderen Unternehmern vorstellen möchten, werden Sie auf LinkedIn potenzielle Kunden antreffen.
Im Vergleich zu anderen Social-Media-Kanälen lebt LinkedIn nicht von ästhetischen Fotos und unterhaltsamen Videos, sondern von fachspezifischen Blog-Artikeln und berufsorientierten Informationen. Anders als zum Beispiel bei Instagram, sind LinkedIn-Nutzer also nicht auf der Jagd nach Followern, sondern auf der Suche nach Kunden und Geschäftspartnern. Sie möchten eine Karriere als Influencer starten? Dann machen Sie einen Bogen um LinkedIn! Sie möchten sich eine messbare Reputation in der eigenen Branche erarbeiten? Dann sind Sie bei LinkedIn goldrichtig!
5. Pinterest
Pinterest ist das Urgestein unter den visuellen Plattformen. Stellen Sie sich den Kanal als eine Art Online-Pinnwand vor, auf der Sie Grafiken, Videos und Fotografien zu allen für Sie interessanten Themen sammeln. Pinterest ist damit eine Suchmaschine für kreative Inspiration und dient damit dem Entdecken von Inhalten und Trends.
Die einzelnen Postings werden auf Pinterest „Pins“ genannt. Jedes Pin ist mit einer Website verknüpft, wodurch Pinterest insbesondere aus SEO-Perspektive die Sichtbarkeit und den Traffic auf Ihren Verkaufskanälen erhöhen kann. Damit ist Pinterest als Social-Media-Plattform für alle Unternehmen interessant, die ein eigenes Produkt verkaufen und dabei auf ein visuelles Marketing angewiesen sind.
Bei der Gestaltung von Beiträgen sollten Sie bedenken, dass rund 75 Prozent der Nutzer weiblich sind. Weiterhin beläuft sich die demographische Charakteristik zu 31 Prozent auf Nutzer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Älter als 45 Jahre sind 26 Prozent der Pinterest-User.
6. TikTok
Der chinesische Shooting Star unter den Social-Media-Plattformen ist der Nachfolger der Erfolgsapp musical.ly. Die Nutzerschaft von TikTok wächst unaufhaltsam und umfasst das mit Abstand jüngste Publikum. Während die App ab 13 Jahren genutzt werden darf, sind stolze 69 Prozent nicht einmal 25 Jahre alt. Die Zielgruppe auf TikTok ist damit auffällig jung – was eine besondere Herausforderung für ein erfolgreiches Marketing darstellt.
Das Prinzip von TikTok so einfach wie genial: Kurze Videoclips werden mit Musik, Spezialeffekten und Filtern bearbeitet, bevor sie in die weite Welt hinausgeschickt werden. Um das junge Publikum zu begeistern, braucht es eine Extraportion an Kreativität, Spontanität und Humor. Schaffen Sie es allerdings die über 2 Milliarden TikTok-Nutzer zu begeistern, dann blüht Ihnen eine ebenso rosige Influencer-Karriere wie bei Instagram.
Als Plattform für „Eigenwerbung“ ist TikTok daher perfekt geeignet. Haben Sie es allerdings auf den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen abgesehen, sollten Sie bedenken, dass das junge Publikum als weniger finanzstark einzuordnen ist. Wagen Sie sich dennoch an TikTok heran, dann möchten wir Ihnen eines mit auf den Weg geben: Bleiben Sie originell, authentisch und werben Sie keinesfalls zu aufdringlich für Ihre Produkte! Wurden Sie erst einmal vom TikTok-Algorithmus abgestraft, werden Sie schneller in die Bedeutungslosigkeit verbannt als Sie „Hashtag“ sagen können…